Durchschnittlicher Nettomietpreis einer Wohnung mit 6 oder mehr Zimmern. Die Berechnung erfolgt für Raumeinheiten ab einer Grösse von 15'000 Einwohnern auf Jahresbasis. Bei kleineren Raumeinheiten bezieht sie sich auf den Zeitraum der letzten drei Jahre (Pooling). Werte können nur für Gebiete mit mindestens 5 Beobachtungen ausgewiesen werden. Es handelt sich um Schätzwerte mit einem Unsicherheitsbereich in der Höhe des Vertrauensintervalls. Zur Bestimmung der Zimmerzahl einer Wohnung wird auf Ganzzahlen abgerundet (z.B. von 4 1/2 auf 4). Der Wohnungsnettomietpreis umfasst den monatlich fälligen Mietzins ohne Nebenkosten für Heizung, Warmwasser, etc. Für die Auswertung werden Miet- und Genossenschaftswohnungen berücksichtigt.
Die Angaben zu den Wohnungsnettomietpreisen stammen aus den ab dem Jahr 2010 jährlich durchgeführten Strukturerhebungen. Die Strukturerhebung basiert auf einer Stichprobe der Personen der ständigen Wohnbevölkerung, die mindestens 15 Jahre alt sind und in Privathaushalten leben. Diese Stichprobe umfasst schweizweit mindestens 200'000 Personen, wobei ein Teil der Kantone eine Erhöhung der Stichprobe auf ihrem Gebiet finanziert, um damit die Genauigkeit der Ergebnisse zu verbessern. Die Ergebnisse werden sowohl auf Ebene von Personen wie auch von Privathaushalten produziert, wobei die in einer Wohnung zusammenlebende Personengruppe als ein Privathaushalt gilt. Die Wohnungsnettomietpreise stellen eine Auswertung auf Ebene der Privathaushalte dar.
Die auf Basis der Strukturerhebungsdaten produzierten Informationen unterliegen einem Stichprobenfehler und sind deshalb als Schätzungen zu interpretieren. Der Stichprobenfehler der Schätzwerte wird durch Vertrauensintervalle auf Basis einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent ausgewiesen. Beispiel: Schätzwert = 130 mit einem Vertrauensintervall von +/- 7: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent liegt der wahre Wert zwischen 123 und 137.
Die Ausgaben für Wohnen und Energie machen 2022 laut Haushaltsbudgeterhebung des BFS in einem durchschnittlichen Schweizer Privathaushalt rund 14 Prozent des Bruttoeinkommens und etwa 28 Prozent der Konsumausgaben aus. Die Höhe und Entwicklung der Mietpreise spielen deshalb eine wichtige Rolle für die Lebenshaltungskosten.