Handelsbilanz [1000 Fr.]

Die Handelsbilanz ergibt sich aus den Warenxporten minus den Warenimporten einer Volkswirtschaft innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Aus der Handelsbilanz eines Landes ergeben sich bei deren Ungleichgewicht Zahlungsforderungen bzw. -verpflichtungen an das Ausland. Übersteigt die Summe der Ausfuhren (Warenexporte) die Summe der Einfuhren (Warenimporte), so ergibt sich ein Handelsbilanzüberschuss. Im umgekehrten Fall, also wenn die Importe die Exporte übersteigen, spricht man von einem Handelsbilanzdefizit.

Ein steigender und/oder dauerhafter Handelsbilanzüberschuss kann für eine Volkswirtschaft sowohl positive als auch negative Effekte haben. Die durch die hohen Exporte zunehmende inländische Produktion führt für sich genommen zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit, vorausgesetzt, die Gründe für den Handelsbilanzüberschuss liegen nicht in einer Schwäche des Binnenmarktes. Eine umsatzstarke Exportindustrie kann in ihre Produktion und Technologien investieren, was wiederum die internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Zugleich steigt aber auch die Abhängigkeit des Exportstandortes von der Konjunktur und den wirtschaftspolitischen Massnahmen seiner Handelspartner. Wenn eine Volkswirtschaft regelmässig negative Handelsbilanzen ausweist, bedeutet das, dass die Schulden gegenüber dem Ausland wachsen und die Zinsenlast steigt. Die Verschuldung entsteht, da die Ausgaben für Importe die Einnahmen für Warenexporte übersteigen. Dies führt zu einem erhöhten Bedarf nach ausländischer Währung und einem Überangebot an inländischer Währung, die somit unter Abwertungsdruck gerät. Da für das Ausland die Waren folglich günstiger werden, steigen potenziell die Exportumsätze, was das Handelsbilanzdefizit wiederum verringert oder ganz zum Verschwinden bringt. 2025: Prov. Werte

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Author Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG), Schweizerische Aussenhandelsstatistik.
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